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Medien während der Intifada

Jedes Medium sollte seinen eigenen Stil haben, so fair und unparteiisch, wie möglich. Seit einem Jahr jedoch, scheint es oft so, als ob der palästinensische Informationsminister sein Stilbuch an Dutzende Medienagenturen, TV-Stationen und Zeitungen verteilt und veröffentlicht.
Seit September 2000 gelten neue Regeln für die journalistische Berichterstattung, bezüglich palästinensischer Gewalt gegen Israel.

In einigen Fällen basieren die "neuen Richtlinien für die Berichterstattung" auf der tatsächlichen Politik der Nachrichtenorganisationen und -herausgeber.
Obwohl Elemente von "Banden-Journalismus" erkennbar sind, gibt es jedoch vermutlich keine konspirativen Absichten hinter dem Hervortreten dieses neuen Stilbuchs. In den meisten Fällen haben Reporter und Korrespondenten zwanglos, möglicherweise sogar unterbewusst, diese Korrekturlinien angenommen. Diese neuen Richtlinien sind stets gegen Israel eingestellt.

Bis jetzt scheint die Voreingenommenheit wenig Auswirkung auf die amerikanische öffentliche Meinung betreffend Israel gehabt zu haben. In Europa kann der stärkere, grellere anti-israelische Ton der Medien eine andere Auswirkung haben.

Es folgen zehn neue "Regeln" für Nahost-Reporter, die aus Hunderten von Artikeln destilliert wurden, welche die neue Gewalttätigkeit umfassen:

REGEL 1. SENSATIONALISIERE DIE INTENSITÄT UND DEN UMFANG ISRAELISCHER MILITÄRAKTIONEN

Nenne die israelischen Aktionen "aggressiv", "verwüstend", "extrem", oder "eskalierend" [ CNN, 16. April ]. Schildere israelisches Eindringen in palästinensisches Gebiet als "tief", selbst wenn es nur 300 Meter sind. [The New York Times, 14. April ]

Bezeichne andererseits palästinensische Minenwerferangriffe als "erfolglos" oder "harmlos fallend", obwohl die Absicht der Angriffe böswillig ist.

REGEL 2. WEISSWASCHEN VON PALÄSTINENSISCHEN GEWALTAKTEN

Bezeichne weder palästinensische Schussangriffe und Bombardierungen auf israelische Zivilisten als "Terrorismus" noch die Täter als "Terroristen", Bezeichne die Täter als "Militante", "Aktivisten" oder besser als "Demonstranten". [Associated Press, BBC; CNN, The Guardian und andere, 27. März]. Sogar die inmitten israelischer Märkte platzierten Bomben werden nicht als Terrorismus eingestuft.

Reporter können Ausnahmen von den Regeln machen, wenn es um die eigene Sache geht, z.B. wenn sie irische Bombenleger als "Terroristen" bezeichnen.

REGEL 3. BESCHULDIGE DIE SIEDLUNGEN

Schwäche palästinensische Angriffe ab, indem Du israelische Opfer als "Siedler" etikettierst und die Ziele der Angriffe als "Siedlungen" oder "besetzte Gebiete". Bezeichne die Jerusalemstadtteile "Gilo" und "French Hill" als "Siedlungen" und "Siedlerenklaven", obwohl sie seit 30 Jahren ein Teil von Jerusalem und für Zehntausende jüdischer Mittelklasse-Familien ein zu Hause sind. [ CNN, Reuters, AP und andere ]. Wenn möglich, bezeichne israelische Städte innerhalb der grünen Linie, wie Sderot, ebenfalls als "Siedlungen". [The Guardian, 17.April ].

Weiterhin betitle alle jüdischen Opfer in der Westbank oder in Gaza als "Siedler", sei es ein 14-jähriger Junge oder ein 10 Monate altes Baby.

Schaffe für die israelischen Bewohner in den Bereichen von Jerusalem, der Westbank und von Gaza eine neue, nichtzivilistische Entität, wie die New York Times, die von israelischen "Soldaten, Siedlern und Zivilisten." spricht. [10. März]

REGEL 4. MISSBILLIGE ISRAELISCHE FÜHRER; SYMPATHISIERE MIT ARAFAT

Nenne Ariel Sharon immer "Hardliner", "Kriegsverbrecher" oder "der Bulldozer".
Bezeichne niemals Yasser Arafat als "der ehemalige Terrorist", streitsüchtig, korrupt oder despotisch. Wann immer möglich, erbitte Sympathie, durch Ansprechen seines fortgeschrittenen Alters oder seines "Parkinson-Leidens". [The Independent, 17.April 2001].

REGEL 5. BESCHULDIGE ISRAEL FÜR ALLE PALÄSTINENSISCHEN UNFÄLLE

Tadle Israel, ob für "Arbeitsunfälle" in den palästinensischen Bombenfabriken, für palästinensische Demonstranten, die von auf Israelis zielende palästinensischen Heckenschützen getroffen werden, oder für verletzte Araber, die sich während eines Selbstmordattentats oder einer Busbombardierung unter Israelis aufhalten.

Für arabische Autounfälle kann Israel auch beschuldigt werden. Anfang Oktober 2000, tadelten einige Berichte Israelis für den Tod von Issam Yudeh Mustafa Hamed. Am 2. November stellten die Pathologen fest, dass Issam Yudeh in einem Verkehrsunfall starb. Es ist unbekannt, wie viele der palästinensischen "Märtyrer" an natürlichen Ursachen, an Unfällen oder an innerpalästinensischen Kämpfen starben.

Zusätzlich verweise häufig auf palästinensische Kinder, die traumatisiert, verwaist oder schwer verletzt sind, selbst durch eigene Bomben und Gewehrkugeln der Palästinenser. Erwähne nicht israelische Kinder, die Opfer palästinensischer Angriffe wurden.

REGEL 6. GEBRAUCH AKTIVER UND PASSIVER VERBEN

Benutze aktive Verben, um zu Schaden gekommene Palästinenser zu beschreiben, d.h. israelische Soldaten "erschossen" Palästinenser oder sie wurden "totgeschossen".

Andererseits, benutze passive Verben, um zu vermeiden, Palästinenser für zu Schaden gekommene Israelis zu beschuldigen. Sage, dass eine Schiesserei oder ein Schusswechsel "ausbrach". Die Schlagzeile, dass die 10-Monate alte Shalhevet Pass durch einen palästinensischen Scharfschützen getötet wurde liest sich dann: " Jüdisches Kleinkind stirbt in West-Bank." [Associated Press, 26. März].

Wenn möglich, stelle zwei Tode nebeneinander, beschuldige die Israelis für den einen Tod und lasse die palästinensische Tat ungesagt. Zum Beispiel: " Während Zusammenstössen in der Nähe des West-Bank Dorfs Dura, wurde ein 11 Jahre alter palästinensischer Junge von israelischen Truppen totgeschossen. Einem Bericht zufolge, hatte der Junge dem Schusswechsel israelischer Soldaten und palästinensischer Heckenschützen zugesehen, als er in der Brust getroffen wurde. Am Montag wurde ein 10 Monate altes israelisches Baby von Geschützfeuer im nahegelegenen Hebron getötet." [BBC, 27. März].

REGEL 7. GLEICHE EINEN ISRAELISCHEN TOD DURCH DAS ERWÄHNEN IRGENDEINES NICHT VERBUNDENEN PALÄSTINENSISCHEN TODES AUS

Gleiche eine palästinensische Greueltat wie ein Bus-Selbstmordanschlag, durch das Berichten über den tragischen palästinensischen Tod einer älteren Frau oder einem Kind aus, auch wenn der palästinensische Tod lange zuvor war.

Über die schockierende Entdeckung von zwei abgeschlachteten israelischen Jugendlichen nahe Tekoa berichtete der CNN-Artikel: "Zwei israelische Teenager, sind tot aufgefunden worden". Ein Foto unter der Schlagzeile zeigte ein palästinensischen Baby, daß einige Tage früher begraben wurde. [9. Mai].

Am 1. Mai berichtete CNN: " Ein Israeli wurde getötet und ein weiterer verletzt bei Schussangriffen auf Straßen der West-Bank am Dienstag. Die Angriffe folgten Explosionen und Zusammenstössen in Gaza und der West-Bank, die sieben palästinensische Leben forderten." Dies wurde berichtet, obwohl die tödlichen Explosionen in Gaza ein "Arbeitsunfall" in einer palästinensischen Bomben-Fabrik waren.

REGEL 8. BENUTZE ARABISCHE BEZEICHNUNGEN FÜR HEILIGE STÄTTEN

Benutze arabische Bezeichnungen für heilige Stätten, auch wenn der jüdische Begriff üblicher Standard in jedem Lexikon, Universitäts-Lehrbuch, diplomatischem Dokument, oder anderer westlicher Quellen ist.

Vermeide, Dich auf den Tempelberg als "des Judentums heiligste Stelle" zu beziehen, oder als "die jüdische Hauptstadt seit 3000 Jahren" (und 1500 Jahre, bevor der Islam existierte).
Verweise auf den Tempelberg sollen als bloße Ansprüche qualifiziert werden ". Z.B: " ....bei dem Israel behauptet, die Stelle des ersten und zweiten Tempels gewesen zu sein." [New York Times].

Beziehe Dich Vorzugsweise auf den Tempelberg als "Haram al Sharif, die drittheiligste moslemische Stelle", oder "die heiligste moslemische Stelle in Jerusalem". Andererseits, beziehe Dich weder auf Hebron, wo die jüdischen Matriarchen und Patriarchen begraben sind, als "des Judentums zweitheiligste Stelle", noch auf das Grab von Rachel nahe Bethlehem als "des Judentums drittheiligste Stelle" .

Wenn notwendig, rackere Dich mit den arabischen Bezeichnungen ab, wie der Verweis auf das Jaffa-Tor, dem westlichen Haupteingang zu Jerusalems Altstadt, als "Bab al-Khalil" [CNN, 8. Januar 2001].

REGEL 9. NENNE ISRAEL IN NEGATIVEN NACHRICHTEN AN ERSTER STELLE

Schreibe: "Bei Schiessereien zwischen israelischen Soldaten und Palästinensischen Demonstranten ......." Oder sage: "Der Israelisch-Palästinensische Konflikt". Damit implizierst Du deutlich, wer eigentlich Schuld hat und wer "angefangen" hat.

REGEL 10. VERKEHRE DIE CHRONOLOGIEN

Berichte ausführlichst über eine israelische Militäraktion, um dann erst am Ende kurz zu erwähnen, dass es eine Reaktion auf ein vorausgegangenes palästinensisches Attentat oder auf palästinensische Schussangriffe war. Am besten verzichte auf diese Information!


Schlussfolgerung

Obwohl keine " Verschwörung ", so ist doch eine Anti-Israelische "Presse-Konvention" entstanden und klare Voreingenommenheiten sind offensichtlich.
Wie wird dieses Stilbuch in der Zukunft aussehen? Es hängt alles vom Ergebnis unserer Aufmerksamkeit und unserer Anstrengungen ab!

 

 

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Last updated: 01.06.2011
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